AMP war Googles großer Wurf für schnelleres Mobile Web. Mittlerweile ist die Technologie in einer seltsamen Schwebe – nicht tot, aber auch nicht mehr der heilige Gral.
Pro für AMP: In spezifischen Bereichen funktioniert es noch. News-Seiten mit simplen Artikelstrukturen profitieren messbar. Die Vorab-Rendering-Mechanik von AMP ist technisch immer noch beeindruckend. Für reine Content-Delivery ohne komplexe Interaktionen kann es Ladezeiten drastisch verkürzen.
Contra der AMP-Implementierung: Der Entwicklungsaufwand ist massiv. Du wartest praktisch zwei Versionen parallel. Viele Features – von Formularen bis Custom JavaScript – sind eingeschränkt oder unmöglich. Core Web Vitals haben AMP den Ranking-Vorteil genommen. Eine gut optimierte Standard-Seite schlägt mittlerweile durchschnittliches AMP.
Die nüchterne Einschätzung: Wenn deine normale mobile Seite bereits unter 2 Sekunden lädt und gute CWV-Werte hat, ist AMP Ressourcenverschwendung. Investiere die Zeit lieber in echte Performance-Optimierung. AMP war eine Krücke für schlechte mobile Entwicklung – nicht die Lösung.